
Herzliche Einladung zu einer gemeinsamen Andacht
Dies ist die Andacht (in leicht angepasster Form für dieses Format hier digital), die ich für unseren Seniorengottesdienst heute Morgen geschrieben habe.
Herzliche Einladung sie gerne auch für sich persönlich zuhause, oder in kleiner Runde, zu feiern.
Feiern wir diese Andacht im Namen unseres Gottes
So wollen wir diese Andacht feiern im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Im Gebet richten wir uns aus auf Gott
Lieber Vater im Himmel,
Bitte komm mit Deinem Heiligen Geist und geleite uns hier und heute durch diese kleine Andacht,
wo auch immer wir gerade sind,
wo auch immer wir selbst gerade in unserer Beziehung zu dir stehen.
Was mich beschäftigt, das lege ich dir jetzt hin,
in Gedanken …
oder auch sprachlich verbalisiert …
Bitte hilf uns wirklich uns jetzt für diesen Moment voll und ganz auf Dich zu konzentrieren.
Bitte hilf uns, Deine Gegenwart heute spürbar wahrzunehmen.
Danke, dass Du da bist.
Amen
Danken wir Gott auch für diesen weiteren Tag, den er uns heute geschenkt hat 🙂
Singen wir das Lied: „Danke für diesen guten Morgen“
Der Vers für diese Woche steht im Lukas-Evangelium 18, 31
„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten vom Menschensohn.“
Wir gehen hin in das himmlische Jerusalem.
Unser Leben lang sind wir auf dem Weg in die himmlische Stadt Gottes, das ewige Jerusalem, in dem kein Leid mehr sein wird, keine Trauer –
Kein Schmerz wird mehr sein, so wie es uns verheißen ist in den Schriften.
„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten vom Menschensohn.“
Stimmen wir ein in einen weiteren Tag auf diesem Weg mit dem Psalm 119, 33 – 41
„Zeige mir, Herr, den Weg deiner Gesetze! Dann will ich ihm folgen bis ans Ende.
Gib mir die Einsicht, deiner Weisung zu folgen! Dann will ich sie mit ganzem Herzen bewahren.
Lass mich den Pfad deiner Gebote betreten! Denn ich habe Gefallen daran gefunden.
Lege mir deine Vorschriften ans Herz und nicht den Wunsch nach Gewinn!
Lass nicht zu, dass mich sinnlose Dinge ablenken! Wenn ich deinem Weg folge, ermutige mich!
Erfülle, was du deinem Knecht versprochen hast. Dann wird man dir mit Ehrfurcht begegnen.
Mir graut vor Hohn und Spott, bewahre mich davor! Denn deine Gesetze sind vollkommen.
Ja, ich sehne mich nach deinen Anweisungen. Ermutige mich durch deine Gerechtigkeit!
Und deine Güte, Herr, soll mich erreichen, ja deine Hilfe, wie du es versprochen hast.“
Ehre sei dem Vater, und dem Sohn und dem Heiligen Geist, so wie es war im Anfang so auch jetzt und in Ewigkeit. Amen.
„Großer Gott, wir loben dich.“
Seit Aschermittwoch befinden wir uns in der Fastenzeit
„Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Philipper 4, 6)
Doch was ist eigentlich fasten?
Königin Esther fastet bevor sie den König um Gnade für ihr zum Tode verurteiltes Volk bittet.
Auch Jesus fastet 4o Tage vor seiner Taufe in der Wüste bevor er in die Zeit seines öffentlichen Wirkens tritt.
Fasten und Gebet als Vorbereitung.
Doch worauf bereiten wir uns heutzutage vor?
„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten vom Menschensohn.“
Wir bereiten uns vor, unser ganzes Leben lang, auf die Heimkehr in Gottes himmlische Jerusalem, wo Er selbst wohnt, wo Sein Licht leuchtet in Ewigkeit für uns, wo wir selbst in innigster Beziehung zu Ihm leben.
So geht es auch im Fasten, auch im Verzicht, um die Stärkung unserer Beziehung zu Gott, unserem liebenden Vater, selbst.
Und was fasten wir?
Als evangelische Menschen fasten wir ja alles Mögliche.
Ich weiß von Menschen, die Filme schauen fasten, bestimmte Nahrungsstoffe fasten oder auch bestimmte Angewohnheiten fasten.
Und das ist auch der Vorschlag, den ich uns allen heute mitgebracht habe.
Bei Fasten geht es ja nicht nur um Verzicht. – Fasten soll unsere Beziehung mit Gott vertiefen und stärken.
Und es ist auch nicht der Verzicht allein durch den wir irgendwie automatisch in eine innigere Beziehung zu Gott, unserem liebenden Vater, kommen.
Biblisch gesehen heißt es allzu oft daher auch „Fasten und Gebet“.
Fasten geht einher mit Gebet.
Und das ist die Aufgabe, die uns allen für diese Fastenzeit mitgebracht habe.
Was ist etwas, das wir alle fasten können?
Etwas, auf das wir gut verzichten können, sodass es uns in unserer Beziehung zu Gott hilft?
Lasst uns Sorgen fasten.
„Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Philipper 4, 6)
Das ist mein Vorschlag an uns alle.
Achten wir doch mal darauf, im Besonderen jetzt in den nächsten Tagen.
Jedes Mal, wenn wir uns Sorgen machen – Ich mache mir Sorgen, dass es meiner Familie gut geht. Ich mache mir Sorgen, dass mein Enkelchen keinen anständigen Beruf lernt. Ich mache mir Sorgen, dass meine Eltern an Demenz erkranken. – Ich weiß ja nicht, worum ihr euch so sorgt.
Jedes Mal, wenn wir uns Sorgen machen, dann geben wir das im Gebet, zum Beispiel auch im stillen Gebet in Gedanken, bei Gott ab.
„Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Philipper 4, 6)
Beten wir
Lieber Vater im Himmel,
Danke, dass Du da bist.
Danke, dass Du uns begleitest und beschützt.
Danke, dass Du in den Schriften zu uns sprichst,
und Danke auch, dass wir mit all dem, was uns beschäftigt, zu Dir kommen können,
so wie auch immer wir sind.
Danke, dass wir mit Dir sprechen können, ganz normal, in unseren Worten,
auch mit den Worten anderer,
oder auch ganz still für uns in Gedanken.
Du weißt ja, was mich bewegt, wo ich mich sorge, wo ich auch in Trauer bin, in Angst.
Du weißt auch, wo ich Verletzungen habe, die mir gar nicht bewusst präsent sind.
All dies lege ich zu Dir hin.
Ganz Besonders denke ich auch an das, was mich jetzt gerade beschäftigt.
Dies lege ich dir jetzt hin,
indem ich es dir sage …
oder auch in Gedanken …
Ich bitte dich,
nimm meine Sorgen, Trauer, Ängste,
und erneuere Deine Liebe, Freude und Deinen Frieden in mir.
Hilf mir, Dir voll und ganz zu vertrauen,
in all dem, was Du tust,
in all dem, wo ich bin.
Danke, dass Du da bist.
Danke, dass Du mich beschützt und begleitest 🙂
Amen
Und so wollen wir auch für die anderen Menschen vor Gott eintreten, die gerade nicht vor Ort hier bei uns sind
Lieber Vater im Himmel,
wir bitten dich auch für all die anderen Menschen, die in unseren Seniorenheimen leben und arbeiten.
Bitte schenke, dass auch sie von ihren Sorgen oder auch Trauer nicht erdrückt werden.
Bitte komm mit Deinem Heiligen Geist und erfülle sie jeden Tag aufs Neue mit Deiner Liebe, mit Deiner Freude und mit Deinem Frieden.
Und bitte mach Deine Gegenwart wirklich so spürbar präsent, dass niemand sich alleine oder verlassen fühlt.
Unser Gott, darum bitten wir Dich. – Erhöre uns.
wir bitten dich für unsere Familien.
Du weißt, an welchen Orten sie gerade sind, in welchen Ländern oder Kontinenten sie verstreut sind,
und du weißt auch, an welchem Ort unsere Familien in ihrer Beziehung zu Dir stehen.
Bitte schütze sie wo auch immer sie sind, in welchen Gefahren sie in dieser modernen Welt auch geraten sind.
Bitte schütte deinen Segen aus über die Kinder in unseren Familien. Erhalte ihnen die Freude und hilf ihnen ebenfalls die Freude an der Beziehung zu Dir zu entdecken, anzunehmen und gemeinsam mit Dir, Gott, zu gestalten.
Und bitte komm mit Deinem Heiligen Geist auch in unseren persönlichen Beziehungen zu unseren Familien und hilf uns, dass wir untereinander weiterhin oder auch wieder ganz neu in Liebe miteinander umgehen können.
Unser Gott, darum bitten wir Dich. – Erhöre uns.
Wir bitten dich für die Menschen hier in Griesheim, in Deutschland und der ganzen Welt.
Bitte komm mit Deinem Heiligen Geist und hilf uns im Besonderen jetzt zur Zeit des Kommunalwahlkampfes, aber auch darüber hinaus,
auf dass wir in Deiner Liebe, Deiner Freude und Deinem Frieden gemeinsam zusammenleben können,
ganz unabhängig davon welcher politischen Partei wir angehören.
Bitte hilf uns auch in ganz Deutschland gemeinsam in einer solchen Vielzahl an religiösen und kulturellen Gruppen zusammenzuleben.
Und bitte wirken Deinen Frieden auch weltweit.
Als Christen haben wir gestern das erste Mal seit knapp 100 Jahren wieder zeitgleich unsere Fastenzeit mit der Fastenzeit der Muslime begonnen.
Bitte schenke, dass wir alle ganz Besonders in den kommenden Fastentagen in der Liebe zu Dir wachsen und diese Liebe ausstrahlt bis in die ganze Welt.
Unser Gott, darum bitten wir Dich. – Erhöre uns.
Beten wir wie Jesus Christus selbst es uns gelehrt hat
Und so wollen wir all dies, das uns unausgesprochen in unseren Herzen und Gedanken bewusst oder unbewusst beschäftigt, in die Worte legen, die Jesus Christus selbst uns gelehrt hat:
Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel,
so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich,
und die Kraft,
in Herrlichkeit,
und Ewigkeit,
Amen.
Sei gesegnet
Schön, dass du dabei warst
Jetzt sind wir auch wieder zu Ende unserer kleinen Andacht angekommen.
Genießt den Rest des Tages.
Ich möchte noch uns allen den Segen Gottes zusprechen.
Diesen Segen hat Er seinem Volk Israel gegeben.
Und an diesem Segen dieses Volkes, dem Volk Gottes, dürfen wir, jeder Einzelne von uns, teilhaben durch Jesus Christus – Jesus Christus, der uns mit hineingenommen hat in Gottes Familie.
Der Herr segne dich, und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Seinen ewigen Frieden.
– Yessenia
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