
Aufgefallen ist mir heute die Aussage des Vaters als Reaktion auf den Appell des Sohnes, der erwartet hatte, ihm wird alles gegeben.
Er sitzt schon vor gedeckten Tisch und hat zwei gesunde Arme. Warum erwartet er, der Vater solle ihn jetzt auch noch füttern?
Der Sohn meint:
„Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können.“
Doch er hat alles gehabt. All die Zeit hat er alles gehabt.
Es ist nicht die Schuld des Vaters, dass der Sohn dies, was ihm gegeben ist, nicht einsetzt.
Sein Vater spricht:
„Sohn, du bist immer bei mir gewesen. Alles, was ich habe, gehört auch dir.“
Ich denke; allzu oft verhalten wir uns genauso gegenüber Gott.
Gott, warum hast du keinen Frieden geschenkt.
Gott, du hast mir nicht geschenkt, dass ich vergeben konnte.
Gott, wieso regnet es kein Geld.
Doch wir haben alles, das wir brauchen.
Jesus Christus hat sich hingegeben für all unsere Schuld und Sünde.
Er hat den Heiligen Geist über uns ausgeschüttet, und Er wirkt in unserem Leben und unseren Kirchen bis heute.
Er bewegt unsere Herzen und unsere Leben in Seiner Kraft.
Und wir haben die Zusage und Verheißung, dass Er kommt und immer wieder kommt und uns erfrischt und neu belebt, so wie wir Ihn darum bitten.
Wir haben die Verheißung, dass Er die Kraft hat jegliche Wüste und Trockenheit in unserem Leben in fruchttragende Oasen zu verwandeln.
Gott hat uns nicht die Macht geschenkt zu vergeben?
Doch. – Das hat Er.
Er hat sich selbst geschenkt für uns.
Und Er hat uns selbst als Menschheit und jedem Einzelnen von uns ganz persönlich Seinen Heiligen Geist geschenkt, der in uns wirkt.
Und Er hat uns Seine Worte, Seine Verheißungen geschenkt:
„Die Frucht des Geistes ist Liebe, Frieden, Freude, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“
Die Frucht Seiner Liebe wächst in Seinen Gemeinschaften, und diese Frucht ist die Frucht Seines Heiligen Geistes.
Und Er beschenkt uns mit den genialsten Gaben, die der Heilige Geist ebenfalls in uns wirkt um unsere Gemeinschaften zu stärken.
Und doch sind wir uns dem allzu oft nicht bewusst.
Wir sitzen literally literally am gedeckten Tisch wie dieser junge Mann, der älteste Sohn des Vaters hier,
und wir haben allen Reichtum, wir haben alle Schönheit, wir sehen sie vor uns tag-täglich und sind uns ihr doch nicht bewusst; und nehmen sie nicht in unsere Hand, setzen sie nicht ein und genießen sie auch nicht.
Wir sind Kinder, ja, und das kann uns keiner nehmen; so wie ja auch alle Menschen irgendwie „Kinder Gottes“ sind, denn Gott, der Herr, hat uns alle geschaffen.
Doch sind wir Kinder, oder sind wir auch Erben?
Sind wir „nur“ Kinder?
Sind wir Kinder, die sich nicht – noch nicht (!) – selbst ernähren können.
Müssen wir am Reich gedeckten Tisch sitzen und darauf warten, dass unser Vater uns füttert, denn wir sind noch so klein und unbedarft und können uns einfach noch nicht selbst ernähren,
sind wir so schwach und klein und hilflos, wie ein Kind – literally ein Kind – nun einmal ist,
dann ernährt uns unser Vater natürlich mit Liebe, und gibt uns ab von Seinem Reichtum,
so wie Er es getan hat, all unser Leben bislang;
all unser Leben.
Denn.
Ist nicht dies die Wahrheit?
Ist die Wahrheit nicht, der wir uns bewusst werden, wenn wir den Blick zurück wagen;
Ist die Wahrheit nicht doch,
dass wir schon lange lange lange kein Kind mehr sind?
Wir sind Kind, klar – Auch ein sechzig Jähriger bleibt sein Leben lang Kind für seine Mutter.
Doch wir sind mehr noch als Kind.
Wir sind aufgerufen mehr noch zu sein als Kind,
und die Wahrheit ist auch;
wir sind schon lange lange dazu in der Lage mehr noch zu tun und uns zu nehmen, als ein Kind.
Wir sind nicht aufgerufen unser Serbe zu verschwenden; das zeigt uns der andere Sohn in der Geschichte. Das ist ein Thema eines anderen Tages.
Doch wir dürfen vom reich gedeckten Tisch unseres Vaters nehmen.
Dies ist unser Erbe. Es ist Ihm, und es ist uns.
Wir müssen nicht auf Seinen Tod warten um uns an Ihm zu erfreuen, denn wir wohnen in Seinem Haus.
Wir müssen Ihn auch nicht verlassen, um es zu nutzen, denn wir haben doch all dies, was wir brauchen; und wir haben es in Seiner Gegenwart.
Es gehört uns, weil es Ihn gehört,
und es existiert nicht um sich selbst Willen, sondern Er pflegt und mehrt es, sodass wir,
Seine Kinder und Seine Erben,
es genießen und darin leben können.
Wir sind keine hilflosen Kinder mehr.
Wir dürfen die Schönheit Gottes genießen, die Er uns geschenkt hat,
und wir müssen nicht jedes Mal, wenn wir etwas von Seinem Reichtum/Besitz nutzen wollen, um Erlaubnis fragen.
Gott, der Herr, hat uns in Seinem Heiligen Geist Seine Vollmacht, seine Autorität, gegeben.
Als Seine Kinder sind wir dazu gerufen von Seinem reich gedeckten Tisch zu nehmen.
Als Seine Kinder sind wir dazu gerufen im der uns gegebenen Autorität zu wandeln.
Wir sind mehr noch als hilflose Kinder, die gefüttert werden müssen;
Wir sind gerufen, Seine Erben zu sein,
in Seinem Namen zu wirken,
zu nehmen,
was Er uns längst gegeben hat.
Er hat nicht gegeben, dass wir vergeben können?
Er hat uns alles gegeben, das wir brauchen.
Er hat sich selbst gegeben.
Wir haben alles, das wir brauchen.
Wir müssen es nur nutzen.
Wir sollen es nicht verschwenden indem wir es verschleudern;
doch wir sollen es auch nicht verschwenden indem wir es ungenutzt lassen.
Wir haben alles, das wir brauchen.
❤️🙏🏻
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